Folge 2 – Mein Weg zur Achtsamkeit

In dieser zweiten Folge von inklusive Achtsamkeit der Podcast geht es um meinen Weg zur Achtsamkeit. Hier kannst du direkt in die Folge reinhören.

Bunte Kachel mit dem Text inklusive Achtsamkeit Der Podcast für Achtsamkeit und Inklusion Folge 2 Mein Weg zur Achtsamkeit Darunter ein Porträt von Mechthild.

In diesem Beitrag findest du einen Übersicht, über die Themen, aus der zweiten Podcastfolge. Es ist kein genaues Transkript, sondern eher eine Übersicht, über die Themen aus der Folge. Falls lesen für dich angenehmer ist, kannst du hier auf jeden Fall alles aus der Folge mitbekommen.

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Dies ist die Folge über mich und meinen Weg zur Achtsamkeit. Ich habe mich dazu entschieden, erst nur wirklich der Anfang. In der Folge über MBSR werde ich noch etwas mehr über meinen Weg zu MBSR teilen. Ich möchte die Folgen ja immer kurz halten, deswegen habe ich es so aufgeteilt. Natürlich ist diese Folge auch nur eine Übersicht und auch nur was ich selbst ausgewählt habe, um in diesem Podcast zu teilen. Es geht also auch um meine Behinderung und teilweise auch chronische Schmerzen. Also falls du merkst, dass dies gerade nicht für dich angenehm ist, mehr darüber zu hören, dann ist dies vollkommen in Ordnung. 

Jetzt die Folge. 

Themen dieser Folge

  • Meine Behinderung
  • Mein Rollstuhl und ich
  • Mein Studium der Sozialpsychologie
  • Studien zur Meditation und Achtsamkeit
  • Wie ich zu Yoga gefunden habe und was Yoga für Fortgeschrittene ist
  • Meditation und meine Praxis
  • Wie mich Achtsamkeit unterstützt hat
  • Ein paar (Fun)-Facts über mich

Meine Behinderung

Ich habe meine Behinderung, eine Zerebralparese seit meiner Geburt. Ich beschreibe ZP immer so, dass ich vor der Geburt Sauerstoffmangel im Gehirn hatte und dadurch die motorischen Gebiete im Gehirn beschädigt wurden. Dadurch habe ich Gleichgewichtsprobleme, eine Lähmung aller vier Gliedmaßen (beide Arme und beide Beine), dies merkt man z.B. an meiner Schrift. Umgangssprachlich wird ZP auch oft Spastik genannt, da dies aber eigentlich ein Teil der ZP ist und ich nur sehr wenig Spastik (also unkontrolliertes Muskelzucken habe), sage ich meistens ZP zu meiner Behinderung.

Ergänzung: Parese bedeutet Lähmung. Es geht hier um eine Lähmung, die aus dem Gehirn ausgeht, im Gegensatz zu einer Plegie – eine Lähmung, die im Rückenmark ist. 

Meine Behinderung und ich

Seit ich 8 Jahre alt bin, habe ich einen Rollstuhl. Davor hatte ich einen Buggy, aber irgendwann war ich zu groß dafür und da ich nicht so weite Strecken laufen kann, ist der Rollstuhl dann genau die richtige Möglichkeit für mich. 

Als ich aufs Gymnasium gekommen bin, habe ich den Rolli erst nicht mitnehmen, da ich damals auch noch den Gedanken hatte Rolli = behindert. Aber als ich dann einmal auf dem Schulhof umgefallen bin, weil ein anderes Kind mich angerempelt hat, habe ich ab dann immer den Rollstuhl mitgenommen. Dadurch wird es auch sichtbar, dass etwas anders ist und für mich, auch wie ein Schutz.

Ich möchte gar nicht so lange über meine Schulzeit sprechen und springe mal zum Ende Schulzeit.

Mein Studium der Sozialpsychologie

Ich hatte mich dazu entschieden, nach der Schule Psychologie zu studieren. Ich wollte nie Therapeutin werden und habe mich immer mehr für die Fragen interessiert: Warum machen Menschen, das, was sie machen, wie treffen wir Entscheidungen oder auch wie können wir das Verhalten von Menschen mithilfe von psychologischem Wissen verändern und anpassen. Dies fällt alles unter die Sozialpsychologie und ich habe sowohl im Bachelor, als auch im Master einige Fächer dazu gemacht.

Mit dem Hintergrund auf die nächsten Jahre, nach meinem Studium hätte ich sicher auch Fächer mehr im Gesundheitsbereich interessant gefunden, aber die Sozialpsychologie ist immer noch meine psychologische Leidenschaft. Dort fällt zum Beispiel auch die Forschung zu den Themen um Vorurteile und unbewusste Vorurteile drunter, wozu ich gerne in der Folge über Ableismus oder auch in einer eigenen Folge noch mehr zu sprechen möchte. 

Studien zur Achtsamkeit und Meditation

Aber jetzt weiter im Teil über Achtsamkeit und Meditation. Den in Nijmegen, wo ich studiert habe, bin ich erst einmal auf verschiedenen Ebenen mit Yoga, Meditation und Achtsamkeit in Berührung gekommen. 

Studien im ersten Jahr: Meditation, fMRI Scan Aufnahmen der Mönche waren ein Thema in einem unserer Kurse. Dies fand ich spannend.

Wie ich zu Yoga gefunden habe und was Yoga für Fortgeschrittene ist.

Yoga in Nijmegen: erster Kurs zwischen Sportgeräten, bei einer Dozentin, die nicht so gut mit meinen Möglichkeiten umgehen konnte, aber ich hatte irgendwie Interesse weiterzumachen und es gab noch einen anderen Dozenten, der mehr Kurse angeboten hat. Bei ihm habe ich dann in meiner restlichen Studienzeit einen Kurs besucht. Später auch fortgeschritten. Das hat mir gezeigt, dass ich auch fortgeschritten im Yoga sein können, auch wenn ich körperlich vielleicht nicht alles mitmachen kann.

Mein Weg zur Achtsamkeit

Ich war Teil einer Meditationsgruppe mit einer Freundin und einer Gruppe an anderen Interessierten. Dies war schon buddhistisch orientiert, ich selbst bin keine Buddhistin. 

Meditation und meine Praxis

Meditation und Yoga für mich ich habe versucht jeden Tag zu meditieren. Vor allem wahrnehmen, was gerade da ist. Dies ist das sogenannte offene Gewahrsein.

Wie mich Achtsamkeit unterstützt hat

Ich habe schon da viele Veränderungen an mir selbst festgestellt, zum Beispiel weniger Interesse an Konsum von Klamotten. 

Auch Selbstakzeptanz hat sich bei mir verbessert. Wenn ich teilweise mit meinen Freundinnen, darüber spreche, meinten sie das es ihnen nicht aufgefallen wäre und das ich immer so rüberkam, als ob ich meine Behinderung bereits dort sehr gut für mich akzeptiert hatte und nach außen habe ich das auch gezeigt, aber innen habe ich das nicht gefühlt. 

Und meine chronische Schmerzen (Kopfschmerzen, Schultern, Rücken). Den in dieser Zeit habe ich gemerkt, dass meine Schmerzen chronisch sind. Im Studium haben wir gelernt, dass Schmerzen, die länger als drei Monate andauern, chronisch sind. 

Da ich auch Anfang 20 war und mein ganzes Leben, bis zu dem Zeitpunkt immer Physiotherapie gemacht hatte, war ich auch relativ Therapie-müde und habe am Anfang des Studiums keine Physiotherapie gemacht und im Laufe der Zeit immer mal wieder etwas Physiotherapie gemacht, aber nicht regelmäßig. Auch durch das Yoga war ich natürlich aktiv mit meinem Körper und meiner Körperwahrnehmung beschäftigt, aber es ist natürlich kein Ersatz für Physio. Als ich dann 2013 wieder zurück im Rheinland war, habe ich wieder Physiotherapie gemacht und mache seitdem wieder wöchentlich Physio, mit gelegentlichen Pausen im Urlaub. Es tut mir einfach gut und ist ein Teil meiner Selbstfürsorge. Zu meinem Verständnis von Selbstfürsorge kommt auch noch eine eigene Folge.

Meine Tipps für den Start einer Achtsamkeitspraxis

Also in der Zeit habe ich sehr viel meditiert und ich hatte auch immer so einen Meditationstimer, wo ich gesehen habe wie viel ich meditiert hatte und wie viele Tage am Stück. 

Oft habe ich eher 15 – 20 Minuten meditiert, als 30 Minuten oder noch länger. Ich finde es immer besser regelmäßig für eine kurze Zeit zu meditieren, als ab und zu mal lange. 

Auf jeden Fall habe ich bei allem, was ich jetzt so erzählt habe, immer gemerkt, wie gut mir meine eigene Achtsamkeitspraxis tut und ich hatte in den letzten Jahren immer eine Art Praxis. Ganz egal, ob es mal nur 5 Minuten war oder selbst wenn ich auch für einige Zeit nichts gemacht habe, bin ich dann immer wieder zu meiner Praxis zurückgekehrt

Es war jetzt sehr viel und ich habe natürlich nur einen ganz ausgewählten Teil meines Lebens geteilt. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, sichtbarer mit meiner Geschichte zu werden und die Behinderung und die Schmerzen sind ein Teil meiner Geschichte, deswegen wollte ich es auch nicht weglassen oder beschönige

Fun-Facts über mich

Zu einer Folge über mich gehören natürlich auch noch ein paar Fun-Facts über mich. 

  • Ich bin Rheinländerin und feiere gerne Karneval, wenn es dann möglich ist
  • Ich reise auch sehr gerne und habe schon viele Länder dieser Erde bereist, eines meiner Highlights war, dass ich 2016 in Rio bei den Paralympics als Volunteer dabei war
  • Sonst koche ich sehr gerne, vegan und lese auch immer viel, ich habe auf jeden Fall immer ein Buch dabei.

Dies war jetzt ein kleiner Überblick über meine Geschichte mit meiner Behinderung und auch mein Weg zur Achtsamkeit. Ich habe jeden Fall noch viele Ideen, was ich noch alles in diesem Podcast thematisieren möchte und freue mich auf jeden Fall, dass du ein Teil der inklusive Achtsamkeit Community bist. Du kannst mir gerne eine Nachricht schreiben an podcast@inklusiveAchtsamkeit.de, wie dir diese Folge gefallen hat oder auch auf Instagram @inklusiveAchtsamkeit 

Bis zum nächsten Mal wünsche ich dir achtsame Grüße

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