Effekte von Meditation – Bei mir sehe ich die nicht

Blauer Banner mit dem Text Effekte von Meditation - Ich sehe keine bei mir. Am linken, unterem Rand eine Grafik von einer Sammlung von Sukkulenten. In der Mitte der Text inklusiveAchtsamkeit.de. Auf der rechten Seite eine Grafik von einer Frau, die meditiert.

In dieser Serie beschäftige ich mich regelmäßig mit Gründen, die ich in meiner Arbeit als Achtsamkeitstrainerin höre, warum Menschen meinen, nicht regelmäßig meditieren zu können. Diesmal geht es um den Satz: “Ich sehe keine positiven Effekte durch die Meditation.”. Falls du also auch eigentlich gerne meditieren möchtest, aber das Gefühl hast, dass dies für dich gerade nichts bringt, lies hier weiter. 

Wenn du sagst, dass du die positiven Effekte durch die Meditation nicht siehst, bedeutet dies eigentlich, dass du gerne Veränderungen sehen willst. Am liebsten sollen dies dann Verbesserungen sein, zum Beispiel:

  • länger ohne Gedanken zu meditieren
  • du besser schlafen kannst
  • dich besser konzentrieren möchtest
  • Entspannter werden
  • Glücklicher werden

Oder was auch immer du als Ziel für dich definiert hast.

Bei der Meditation geht es nicht um die positiven Effekte 

Hier fängt es aber schon an schwierig zu werden. In der Achtsamkeitsmeditation geht es eigentlich nicht darum, positive Veränderung zu erlangen. Die Verbesserungen, die auftreten können, sind eigentlich eher ein Nebenprodukt des regelmäßigen Übens. Sie sollten jedoch nicht das Ziel sein. Wir leben in einer sehr leistungsorientierten Welt und sind davon getrieben

  • immer besser zu werden
  • immer mehr zu schaffen
  • Effizienter zu sein. 

Also soll auch alles, was wir in unserer Freizeit machen, zu positiven Effekten führen. Aber die Meditation ist keine Selbstoptimierung. Es geht darum, dir bewusst Zeit für dich zu nehmen. Einfach wahrzunehmen, was gerade da ist, ohne darüber zu urteilen, warum dies jetzt da ist. Dies ist die Übung der Achtsamkeit. Freundlich zu dir zu sein, mit allem, was gerade da ist. Wenn wir dies in der Meditation regelmäßig üben, kann es auch sein, dass dies auf unseren Alltag abfärbt und wir auch in stressigen Situationen im Alltag öfter freundlich zu uns sein können und uns eben nicht selbst so viel Stress machen. Oder auch freundlich zu unseren Mitmenschen zu sein. 

Dies sind also auch positive Effekte, die durch regelmäßige Meditation entstehen können. Wir versuchen diese jedoch nicht, als Ziel der Übung zu sehen, sondern als etwas, was durch regelmäßiges Üben beiläufig entsteht und dir dann positiv auffällt. 

Effekte in wissenschaftlichen Studien

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den ich bei dem Thema um die positiven Effekte durch Meditation nicht außer Acht lassen möchte, sind wissenschaftliche Studien. Ich habe Psychologie studiert und unterrichte MBSR-Kurse, die auch wissenschaftlich erforscht sind. Das heißt, ich berufe mich in meiner Arbeit immer wieder auf wissenschaftliche Studien. Diese Studien weisen oft die positiven Effekte von Meditation nach. Dies hat den Vorteil, dass es mittlerweile anerkannt ist, dass Meditation sich positiv auf 

  • unser Gehirn
  • unseren Körper
  • unsere Gesundheit
  • unser Stressempfinden 

auswirken kann. Hierdurch hat Meditation eine große popularität gewonnen und selbst Menschen, die vorher vielleicht skeptisch gegenüber der Meditation waren, beginnen nun diese zu praktizieren. 

Jedoch gibt es auch bei wissenschaftlichen Studien zur Meditation einiges zu beachten. Oft werden vor allem Studien veröffentlicht, die einen positiven Effekt nachweisen, während Studien, die negative Effekte von Meditation nachweisen oder keine Effekte, nicht so leicht veröffentlicht werden.  

Es kann zum Beispiel sein, dass durch die Meditation Schmerzen sogar noch verstärkt werden oder mehr sensorische Informationen wahrgenommen werden, als dies zuvor der Fall war.

Natürlich muss dies nicht bei jeder Person auftreten, die meditiert. Es ist wichtig, sich auch damit zu beschäftigen und zu schauen, was auch für andere Studien veröffentlicht werden. Zum Glück ändert sich an der Forschung hier bereits einiges und es werden auch andere Studienergebnisse veröffentlicht.

Es ist wichtig für Menschen auch zu sehen, dass Meditation nicht nur die super-positiven Effekte hat, die oft in den Medien dargestellt werden, sondern auch sehen, dass Meditation eben auch einmal keine Effekte oder sogar negative Effekte haben kann.

Dies sollte dich aber nicht davon abhalten, selbst nicht mit der Meditation zu starten. Da wie gesagt, die regelmäßige Praxis auch wichtig ist.

Zusammenfassung

Zum Abschluss noch einmal kurz zusammengefasst: Es können positive Effekte durch regelmäßiges Meditieren auftreten. Diese sollten aber als schöner Nebeneffekt von einer regelmäßigen Meditationspraxis gesehen werden und nicht als Ziel. 

Ich hoffe, dieser Artikel konnte dich davon überzeugen, doch noch einmal mit dem Meditieren zu beginnen, auch wenn du keine positiven Effekte bei dir siehst. 

Es gibt bereits viele andere Artikel auf meinem Blog, in denen ich bereits über viele andere Aspekte der Achtsamkeit und der Meditation geschrieben habe. Lies dich gerne einmal weiter durch, wenn du mehr darüber erfahren möchtest.

In meinem Achtsamkeitsbrief teile ich regelmäßig neuen Input rund um die Themen Achtsamkeit, Meditation und Inklusion. Diesen kannst du hier abonnieren.

Grüner Text mit dem Text Regelmäßig neue Achtsamkeitsimpulse in deine Inbox. Melde dich für den kostenlosen Achtsamkeitsbrief an. Daneben zwei Grafiken mit Farnblättern.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top