83 – Mehr Vielfalt im Yoga und Achtsamkeits-Angeboten – Interview mit Lea Scholtysik

Grüner Banner mit dem Logo von inklusive Achtsamkeit. Ein i und zwei Blätter, die wie ein kleines A aussehen. Daneben steht inklusive Achtsamkeit. Darunter ein Bild von Lea Scholtysik. Auf grünem Text steht Mehr Vielfalt im Yoga und Achtsamkeit-Angeboten.

Über barrierearme Praxisräume und individuelle Möglichkeiten

In Folge 83 spreche ich mit Lea Scholtysik über ihren vielseitigen Weg ins Yoga, die Bedeutung von inklusiven Räumen und darüber, wie Yoga für möglichst viele Menschen zugänglich werden kann.

Lea ist Heilerziehungspflegerin, Veranstaltungskauffrau, Yogalehrerin mit therapeutischer Zusatzausbildung und arbeitet mit dem Schwerpunkt Frauengesundheit in einer Physiotherapiepraxis. Wir sprechen über ihre ersten Yogaerfahrungen, von herausfordernden Anfängen bis zur eigenen Leidenschaft und wie sie vom Praktizieren ganz unerwartet ins Unterrichten gekommen ist. Ein zentrales Thema unserer Folge ist, wie Yoga auch außerhalb klassischer Studios und auf sehr unterschiedliche Arten erfahrbar werden kann.

Von Workshops mit Menschen mit Lernschwierigkeiten oder im Rahmen von Präventionsseminaren bis hin zu Yoga auf dem Stuhl und Entspannungsübungen für den Alltag.

Wir sprechen darber, wie wichtig barrierearme und inklusive Räume sind, damit wirklich alle Menschen Yoga und Entspannung erleben können. Ganz egal, ob im Yogastudio, in sozialen Einrichtungen oder direkt am Arbeitsplatz. Lea erzählt, wie Gruppendynamik und die Offenheit für verschiedene Bedürfnisse ihren Unterricht prägen, warum sie Austausch und Gemeinschaft im Yoga so wertvoll findet und warum Präsenz für sie einen großen Unterschied macht.

Über diese Themen sprechen wir

  • Leas Weg zum Yoga  
  • Yoga-Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten  
  • Inklusive Yoga- und Meditations-Workshops  
  • Barrierefreie Räume für Yoga und Achtsamkeit  
  • Gemeinschaft und Verbundenheit im Yoga  
  • Leas persönliche Selbstfürsorge 

Hier kannst du dir die Folge direkt anhören:

Transkript dieses Beitrags:

Einleitung

Mechthild Kreuser [00:00:06 – 00:01:15]

Inklusive Achtsamkeit, der Podcast zu den Themen Achtsamkeit und Inklusion. Mit mir, Mechthild Kreuser. Hallo und herzlich willkommen zur Folge 83 von Inklusive Achtsamkeit, der Podcast. Ich bin Mechthild und ich freu mich, dass Du wieder dabei bist und dass Du dir diese Folge anhörst. 

Ein neues Interview

Heute gibt’s wieder ein Interview mit Lea und es geht um das Thema Yoga und das Thema, wie wir Yoga auch zugänglicher machen können für mehr Menschen, auch in unterschiedlichen Räumen Yoga und Achtsamkeit und Entspannung anbieten können. Und wie auch das Zusammenkommen und Zusammensein von Menschen ein wichtiger Aspekt im Yoga ist. Und noch viele weitere spannende Themen, auch wie sie dazu gekommen ist, das überhaupt so anzubieten. Das könnt könnt ihr euch jetzt gleich in dem Interview in unserem Gespräch anhören. 

Special Guest am Ende der Folge 

Es hab am Ende auch noch eine kleinen Gast der der Folge auch, einen Special Gast.

Mechthild Kreuser [00:01:15 – 00:01:49]

Das müsst ihr bis zum Ende dranbleiben, das zu hören. Und dann wünsch ich euch jetzt viel Spaß beim Hören der Folge und freu mich, was ihr dann auch dazu sagt. Bis bald. 

Vorstellung von Lea 

Hallo liebe Lea, schön, dass es geklappt hat mit der bist, was Du so machst und was Du teilen möchtest.

Lea [00:01:49 – 00:02:32]

Ja, vielen lieben Dank für die Einladung. Da haben wir ja schon vor ’ner ganzen Weile drüber gesprochen. Jetzt ist endlich soweit. Genau, ich bin die Lea, bin Anfang 40 und hab in meinem Leben schon beruflich gesehen auf jeden Fall schon so viel gemacht, dass es manchmal schwierig ist zusammenzufassen. Aber genau. 

Ich bin Heilerziehungspflegerin, ich bin Veranstaltungskauffrau, ich bin Yogalehrerin. Ich hab eine Ausbildung zur Yogatherapie gemacht und ich hab eine Ausbildung zum Thema Frauengesundheit, speziell auch für Yoga und Massage hinter mir. Genau und arbeite derzeit in einer Physiotherapiepraxis auch mit dem Schwerpunkt Frauengesundheit. Genau, das fasst es vielleicht ganz gut zusammen, so. Genau.

Wie bist du dazu gekommen, all dies zu machen? 

Mechthild Kreuser [00:02:41 – 00:02:56]

Ja, spannend. Das ist wirklich ja ganz viel und jetzt hast Du ja ganz viele verschiedene Sachen gemacht, die erzählt, die Du so gemacht hast. Wie bist Du so dahin gekommen, diese Sachen so? Das machen also ja auch vor allem eine Yogaausbildung oder auch die Heilerziehungspflegerinnenausbildung?

Erst Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin

Lea [00:02:58 – 00:03:42]

Die zwei Sachen liegen super weit auseinander auf jeden Fall. Ja. Heilerziehungspflege hab ich nach dem Abitur gemacht. Also der der Klassiker, glaub ich, wenn’s darum geht, wenn man so gar keine Ahnung hat, was man was man machen möchte in der Schulzeit. 

So, ich hatte viele Schulkamerad*innen, die die ganz klar wussten, was sie was sie machen wollen. Ich gehörte definitiv nicht dazu und hab dann erst mal ’n soziales Jahr gemacht, mir noch mal son ja einfach Zeit zu geben. Hatte eine Einzelbetreuung von einem jungen Mädchen und eine ganz intensive und tolle Zeit mit vielen Höhen und Tiefen auch. Und genau, bin dann diesem sozialen Jahr aber ganz klar rausgegangen mit dem Wunsch, in diesen Bereich zu gehen.

Lea [00:03:43 – 00:04:21]

Und hab dann die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin gemacht. Genau, also 2 Jahre Schule, ein Anerkennungsjahr, wo man schon praktisch arbeitet. Genau. Das war so der Weg. 

Auslandsaufenthalt 

Danach folgte Auslandsaufenthalt, ich bin reisen gegangen. Also das, was man eigentlich klassischerweise nachm Abitur macht, hab ich dann nach der Ausbildung gemacht. Und bin dann zurückgekommen und hab so festgestellt, oh ich hab eigentlich Bock auf noch mal was ganz anderes und Neues. Bin dann noch mal in die Ausbildung Mitte 20 gegangen zur Veranstaltungskauffrau und bin danach ja so ins Städtemarketing gegangen.

Erste Erfahrung im Yoga-Studio 

Lea [00:04:21 – 00:04:43]

Und in der Zeit hatte ich mit Yoga wirklich gar nichts am Hut. Ich hab eben gesagt, ich war auf Reisen, ich hab da mal Yoga ausprobiert. Ja, das war in Amerika in ’nem Yogastudio. Das war so schlimm. Also ich hatte Rückenschmerzen und alle haben gesagt, ich soll doch mal bitte Yoga machen und ich bin in dieses Yogastudio, dieses Fitnessstudio zum Yogakurs gegangen und konnt nicht mehr aufstehen.

Mechthild Kreuser [00:04:44 – 00:04:44]

Ah, okay.

Später wieder damit angefangen

Lea [00:04:44 – 00:05:25]

War richtig Panik und die haben einen Krankenwagen gerufen letztendlich, weil die so Angst hatten. Was unterschreiben. Das war meine erste Yoga Erfahrung und das ist auch erst mal lange dann die letzte geblieben. Genau und dann gab’s eine Phase, genau ich war dann spring ich wieder schon im Job drin und war beim Kickboxen ganz random irgendwie. Und die hatten Yogaangebot auch im Studio, weil sie gesagt haben so als Gegengewicht zum zum Kickboxen machen sie Yoga. Und da bin ich hingegangen und hatte eine tolle Lehrerin und hab das so einmal die Woche gemacht und fand das ganz super und ja.

Ein neues Studio gesucht und gefunden 

Lea [00:05:25 – 00:06:23]

Mehr als da freitags eine Stunde hingehen, wars aber auch erst mal nicht. Die hat dann irgendwann aufgehört und dann dachte ich, dann guck ich mich mal was es denn so an an Yogastudios gibt. Das war gleichzeitig eine Phase, wo’s mir nicht so richtig gut ging und ich so das Gefühl hatte, okay Bewegung könnte gut tun, aber Kickboxen wars dann halt eben nicht mehr. Und bin in ein Yogastudio hier in Köln, wirklich hab einfach gegoogelt, was liegt auf dem Weg zwischen mir und der Arbeit. Hab eine Probestunde gemacht und mich unfassbar verliebt. Also das, was vorher so gar nicht da war, also eher gegenteilig, war da sone richtige Schockverliebtheit. Und genau und bin dann wahnsinnig schnell und tief in ins Yoga eingestiegen und war da eine Mitgliedschaft abgeschlossen und war da wirklich fast jeden Tag und hab’s wirklich geliebt. So bin ich zum Yoga gekommen.

Yoga war keine Liebe auf den ersten Blick

Lea [00:06:23 – 00:07:09]

Also gar keine Liebe auf den ersten Blick und muss dazu gestehen diese oder dazu sagen, dass diese Phase von wegen ich war da an jeden Tag da auch dazu geführt hat, dass ich auch häufig meine Orthopädin gesehen hab ne, weil ichs auch häufig übertrieben habe. Zu schnell zu viel an an ich sag mal fancy Yogasachen. Das genau war dann son bisschen, ich will nicht sagen die Kehrseite, aber definitiv etwas, was ich dann gelernt habe, dass… Gerade wenn man vielleicht Rücken hat oder Beschwerden, dass Yoga nicht immer zwangsläufig gut tut, je nachdem, wie man praktiziert. Genau, sondern eben auch… Es kann beides existiert oder kann auch parallel existieren.

Lea [00:07:09 – 00:07:22]

Es war beides. Es hat wahnsinnig gut getan und gleichzeitig dafür gesorgt, dass ich Schulterverletzungen hatte, ’n entzündetes Handgelenk. Okay. Das so als Einstieg vielleicht so in der Geschichte bei mir.

Der Weg zum selber unterrichten

Mechthild Kreuser [00:07:22 – 00:07:31]

Also schon ein langer Weg und auch das dann so… Wie bist Du dann dazu gekommen das dann selber zu unterrichten, vom Üben, zum selber unterrichten?

Was steckt dahinter?

Lea [00:07:31 – 00:09:10]

Ich wollte nie unterrichten ehrlicherweise. Okay. In dieser intensiven Phase, wo ich so gerne und viel Yoga gemacht hab, genau, wars halt irgendwann nicht nur diese diese körperliche Praxis, sondern dann hat mich auch irgendwann interessiert, was was was steckt dahinter? Wie geht’s weiter? Die Lehrerinnen haben das immer mit auch in den Unterricht gebracht, aber da war sone Neugierde dahinter und das war eine Phase dann, wo ich irgendwann baust Du Indien mit ein und dann machst Du diese Ausbildung nicht, um zu unterrichten, sondern eher die Philosophie dahinter zu verstehen, das Land zu verstehen, wo es herkommt. 

Es war eine intensive Zeit

Und das waren eine wahnsinnig intensive Zeit und die… Es war son Geschwisterpärchen. Sie war so vor allen Dingen so richtig tief in diesen philosophischen Themen unter und rückblickend denk ich mir so boah, weil ich so ganz blauäugig naiv hingefahren bin und dachte ah ja so, da krieg ich das so beigebracht. Das war halt alles auf Englisch und ich weiß noch, dass… Also so, wenn ich mir jetzt meine Notizen angucke und denke so wow, was Du da alles gelernt hast, aber ich glaub es so in der Verarbeitung her, ich glaub, es wäre für mich noch mal schöner gewesen, ein bisschen mehr vorahnung gehabt zu haben darüber, mental kognitiv da so hinterherzukommen, weil’s so viel war und so tief ging und ja total spannend war.

Bei einer Bekannten im Studio unterrichtet

Lea [00:09:10 – 00:09:48]

Und das wirklich eine ganz tolle Ausbildung in in der Richtung war. Und das auch, was ich mir gewünscht hatte, was so den den Hintergrund angeht. Genau und unterrichten wollte ich gar nicht. Genau. Hatte aber eine Bekannte, die Yogalehrerin war und die hat in der Zeit son kleines Studio eröffnet und meinte komm, wenn Du wiederkommst, Du machst direkt hier. Und ich war so, oh nee. Und hab so fast innerlich schon die Vollkrise gekriegt, weil ich mir gar nicht vorstellen konnte, mich vor Leute zu setzen, denen irgendwas über Yoga zu erzählen oder oder anzuleiten. Und hab aber zugesagt, hab irgendwie gesagt, okay.

Unterrichten macht Spaß

Lea [00:09:48 – 00:10:47]

Also sie hat auch nicht locker gelassen, muss man ehrlicherweise sagen. Und da bin ich ihr total dankbar für, weil ich hab das dann gemacht, das war son 4 Wochen Special viermal sonntags und da hab ich gemerkt, okay, das macht Spaß. Das das ist etwas, was ja, wo doch so eine versteckte Leidenschaft auf einmal so entdeckt wurde auf jeden Fall bei mir. Genau und dann hab ich da son bisschen mal unterrichtet und dann hat das aber noch mal auch eine Weile gedauert. 

Auch eine Zeit online unterrichtet

Dann kam die Pandemie, dann hab ich mit einem anderen Studio online unterrichtet und das war auch total gewöhnungsbedürftig erst mal, also wie für uns alle natürlich. Und dann wieder das Umgewöhnen in Präsenz zu unterrichten oder beides ja auch häufig, ja, in diesen hybriden Formaten. Also im Prinzip bin ich reingerutscht, kann man ehrlicherweise so sagen. Das war kein gesetztes Ziel, kein, da möchte ich hin in den Ursprüngen.

Angebote für Menschen mit Lernbehinderung

Mechthild Kreuser [00:10:48 – 00:11:04]

Ja, okay. Und Du hast ja auch, es gibst ja auch Seminare für Menschen mit Lernbehinderung oder anderen Lernmöglichkeiten oder geistigen Behinderungen, auch zum Thema Prävention und weiß nicht, ob Du da auch Yoga Elemente hast oder ob es dann mehr als Präventionsangebote? 

Lea [00:11:04 – 00:11:55]

Das sind eher so so Seminare oder Workshopformate. Genau, ich mach das seit, ich würd sagen, 4 Jahren bei Projekt Router. Die begleiten Menschen auf dem Arbeitsmarkt sozusagen, die eben in ja verschiedensten Umgebungen arbeiten, also ob das im Kindergarten ist, im Altersheim, im Supermarkt, da unterstützend helfen. 

Und die haben fünfmal im Jahr die Möglichkeit, sich fortzubilden, Themen, ja, so einen Tag lang Aufmerksamkeit zu schenken und das können die sich frei aussuchen. Und da gibt’s 2 Seminare, die ich gebe. Das ist einmal die Rückenschule und einmal Yoga und Meditation, also Entspannungstechniken für den Alltag. Auch mit dem Blick auf Arbeitsalltag auch einfach, ne.

Kennenlernen von verschiedenen Methoden

Lea [00:11:55 – 00:12:57]

Genau, das sind Angebote. Die sind ganztägig, die gehen von morgens bis zum Nachmittag und da erarbeiten wir so gemeinsam auch ja so Themen, was ist vielleicht anstrengend, stressig für mich, was tut mir gut, von von was weiß ich, ja, was meinem Körper, meinem Geist guttut. Und Yoga und Meditation, da eben als Kennenlernangebot zu gucken, okay, also Kennenlernen auf der einen Seite, aber auch was können die konkret mitnehmen für ihren Arbeitsalltag oder für ihr für ihren Lebensalltag an kleinen Techniken, ob’s eine Atemtechnik ist, ob’s Affirmationen sind. Und da probieren wir uns gemeinsam aus. Also von Yoga auf dem Stuhl, von ’nem Bodyscan, von Atemtechniken. Wir gehen aber auch raus. Wir machen so Art Gehmeditationen. Wir setzen den Fokus auf verschiedene Sinne.

Achtsamkeits-Angebote für den Alltag

Lea [00:12:58 – 00:13:27]

Was passiert, wenn ich eine Minute lang nur höre, was mich herum passiert? Was ist ganz weit weg? Was ist was näher? Was ist ganz nah an mir dran? Was passiert, wenn ich eine Minute lang laufe und gucke, was nehm ich wahr? Also was ist mir aufgefallen? Und dann kommen wir immer wieder zusammen und sammeln das, reflektieren das. Also auch das als Yoga und Meditationsangebot im Prinzip. Also wirklich ’n sehr, sehr unterschiedliche Techniken innerhalb dieses Workshops, weil für mich Yoga und Meditation nicht heißt, ich muss auch auf Matte sitzen. Sondern wie kann ich Yoga erfahrbar machen, ohne in ein Studio zu fahren? Wie kann ich Yoga für mich im Alltag integrieren? Muss ich immer 60 Minuten Zeit haben? Nein. Reicht auch mal eine Minute zwischendrin. Ja. Kann man dann sagen, ich hab Yoga gemacht und die Antwort ist ganz klar ja.

Workshop für Achtsamkeit im Alltag

Mhm. Lea [00:13:57 – 00:14:32]

Genau, bei der Lebenshilfe hab ich ein ähnliches Angebot, da ist es dann nicht unter dem Kontext Arbeitsalltag sozusagen, sondern eben als Freizeitaktivität, auch als Aktivität, auch als Workshopform, auch als Tagesangebot, wo aber dieser Aspekt von von Arbeit sag ich mal auch noch mal wegfällt. Weil wir auch in dem einem anderen Kontext schauen, wo kann ich das im Arbeitsalltag nutzen? Also wie kann ich innerhalb meines Arbeitsalltags vielleicht eine Atemübung mit einbauen, ne? Das ist da dann eher so für zu Hause dann mit ausgelegt, aber ähnliches Format.

Viele unterschiedliche Erfahrungen

Mechthild Kreuser [00:14:33 – 00:14:42]

Ja. Ja, okay. Das denk ich spannend. Was bekommst Du dann so für Rückmeldungen von den Teilnehmenden, wie die das für die ist, wie die da sich drauf einlassen?

Lea [00:14:42 – 00:15:36]

Na, sehr unterschiedlich. Grundsätzlich total gut. Was ich total schön finde ist, dass die, weiß ich nicht, wenn wir 10 Menschen in der Gruppe sind, dass 10 Leute sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den unterschiedlichen Techniken machen. Für den einen funktioniert das Tönen total gut und der Bodyscan total gut, andere merken, wenn ich mich hinlege und diesen Bodyscan mache und mich auf den Körper konzentriere, dass das erst mal unruhig macht. Ich find das eine total wertvolle Erkenntnis, die man haben kann. Wir haben einmal sone Übung gemacht, wo man das tönen und sone Bewegung mit weit geöffneten Armen im Stehen macht. Da hat eine Teilnehmerin mal gesagt, dass das für sie total befreiend war, als wär so ein bisschen was von ihr weggegangen an Druck, an Enge so. Das fand ich total schön.

Manche Personen würden sich mehr Yoga wünschen 

Lea [00:15:36 – 00:16:11]

Es gibt eine Teilnehmerin, die ist bei beiden Anbietern bei einem Seminar immer dabei. Die würde sich total gerne wünschen, auch immer noch mal bisschen mehr an an klassischen Yogaübungen zu machen. Aber ich konzipier das Angebot natürlich so, dass ich kenn die Menschen nicht vorher, die kommen. Ich weiß nicht, wer kommt und welche Erfahrungen man hat. Von der weiß ich auf jeden Fall, das ist das Feedback, was sie immer gibt, dass sie gerne mal so einne komplett neunzigminütige Yogapraxis hätte. Und das ist nicht das Format dafür, ne. Das ist das geht nicht. Genau, je nachdem gibt’s auch körperliche Einschränkungen.

Viele positive Rückmeldungen

Lea [00:16:12 – 00:16:17]

Und da ich das vorher immer nicht weiß, muss ich immer superindividuell gucken, wer ist da?

Mechthild Kreuser [00:16:17 – 00:16:18]

Mhm.

Lea [00:16:18 – 00:16:38]

Aber die Rückmeldungen sind grundsätzlich total positiv und wie gesagt, das Spannendste für mich ist dieses Ausprobieren von verschiedenen Techniken, dass dass die wirklich innerhalb von einem Tag rausgehen und sagen, ja, das hat funktioniert und das nicht. So. Damit hab ich mich wohlgefühlt. Das war weniger schön für mich. Nicht für jeden funktioniert alles.

Verschiede Dinge ausprobieren können

Mechthild Kreuser [00:16:42 – 00:16:56]

Ja, aber dann das ausprobieren zu können und verschiedene Sachen zu haben und auch für dich als Lehrerin oder Anbieterin immer so individuell zu gucken, was ist und nicht vielleicht so das Konzept von Anfang an.

Lea [00:16:56 – 00:17:52]

Das funktioniert nicht. Das Ja. Funktioniert, glaube ich, in dem Moment nicht, wo man unterschiedliche Menschen in einen Raum packt, egal welches Alter oder … Also genau, ich glaub, 10 unterschiedliche Menschen machen 10 unterschiedliche Erfahrungen, egal was es geht. Und dieses Format so einn ganzen Tag zu haben, damit spielen zu dürfen, das ausprobieren zu können und zu merken, ah ja, Entspannung ist das, was hier grade supergut angenommen wird, ne, je nach Tageszeit natürlich auch, wir haben eine Mittagspause und da so ein bisschen individuell gucken zu können, ist total schön. 

Genau, macht auch die die meiste Freude, ist auch das Anstrengte daran, immer wirklich spontan zu gucken, was liegt jetzt an und wie machen wir weiter? Es ist jedes Seminar immer anders. Jedes Mal aufs Neue. Ja, das macht großen, großen Spaß auf jeden Fall.

Sammeln von Rückmeldungen

Mechthild Kreuser [00:17:52 – 00:18:12]

Ja, das klingt auf jeden Fall interessant und auch gut, dass es dann so angenommen wird von den Teilnehmenden, dass sie dich daraus zu einfallen. Ja, das ist selbstverständlich. Und gibt’s irgendwas, was Du in diesen Seminaren anders machst als in den an deinen Yogastunden oder ist das ’n ähnlich vom Anfang oder drin?

Lea [00:18:13 – 00:18:47]

Also ich bin arbeite immer mit vielen Hilfsmitteln. Das ist unabhängig von dem, was ich unterrichte oder wen ich unterrichte. Großer, großer Fan. Der einzige große Unterschied sind Stühle oder Hocker, die ich mit einbeziehe, weil wir schon, weil’s ja aber eben auch einen Seminar Workshop Charakter hat. Ich hab auch ’n Flipchart da, ne. Wir schreiben auch Sachen auf. Wir sammeln ja auch Stimmungsbilder oder eben Stressoren oder Sachen, die einen entspannen. Das sammeln wir schon auch und verschriftlichen das, so wir da im Laufe des Tages immer auch noch mal Bezug drauf nehmen können.

Lea [00:18:47 – 00:18:50]

Also das ist natürlich ein elementarer Unterschied zu einer klassischen Yogastunde.

Mechthild Kreuser [00:18:51 – 00:18:51]

Mhm.

Im Workshop wird viel auf dem Stuhl geübt

Lea [00:18:51 – 00:19:18]

Aber auch die Stühle dazu haben. Die meisten Studios haben weder Hocker noch Stühle, obwohl sie so unfassbar wertvoll sind oder sein können in der Yogapraxis. Genau, das ist der große, große Unterschied, dass ich auch viel im oder auf dem Stuhl mache. Ich weiß aber auch vorher nicht, kommt jemand, der vielleicht im Rollstuhl sitzt, kommt jemand, der in irgendeiner Art und Weise eingeschränkt ist in seiner Bewegung.

Mechthild Kreuser [00:19:19 – 00:19:19]

Mhm.

Lea [00:19:19 – 00:19:46]

Das heißt, das denk ich auf jeden Fall immer mit. Das denk ich in meinen anderen Unterrichtsstunden auch mit, aber ich glaube, noch mal in einem anderen Umfang. Ansonsten bin ich nicht die Yogalehrerin, die fancy Verbretzlungs-Yoga unterrichtet oder nicht mehr. Auch das hat sich entwickelt und verändert. Im Laufe der letzten 10 Jahre oder knapp 10 Jahre.

Zugängliche Yoga-Räume

Mechthild Kreuser [00:19:46 – 00:20:17]

Ja. Ja, ’n ’n wichtiges Thema auch bei den Kursen, die Du anbietest oder so haben wir uns ja eigentlich auch kennengelernt, sind ja so Räumlichkeiten, die barrierefrei sind, Weil Du hast mir hier damals auch unterstützt, dass ich im Neptunbad in Köln auch Yoga unterrichte konnte, weil die ja im Nachbarraum ’n Yoga Loft haben, wo’s barrierefrei, relativ barrierefreiarm ist. Ja. Und deine Kurse bei Projekt Router und Lebenshilfe sind ja dann wahrscheinlich auch in barrierearmen, barrierefreien Räumen.

Lea [00:20:17 – 00:21:11]

Genau, definitiv. Genau. In dem im Neptunbad in den Räumlichkeiten, genau. Das war der der große Vorteil im Vergleich zum Rest des Hauses, ne, was ja einfach ’n historisches Gebäude ist, sehr verwinkelt, sehr viele Stufen, aber dadurch, dass das im Nachbargebäude gelegen ist, genau, haben wir da die barrierearme Möglichkeit gehabt. 

Barriererarme Yoga-Räume sind nicht selbstverständlich

Und genau, so haben wir ja zusammengefunden, ich als im Hintergrund als Organisatorin von Kursen sozusagen und Du als als Lehrerin. Genau, das ist bei den Seminaren definitiv immer auch gegeben und ist aber für, ich sag mal Yogastudios oder generell ja Räumlichkeiten, die Sport anbieten, nicht immer selbstverständlich oder schwierig, je nachdem ja, wo sie wo sie eben sind. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sie barrierefrei oder barrierefreiarm sind. Ja.

Lea [00:21:12 – 00:21:15]

Ja, ist eine… Das wirst Du besser kennen als ich.

Auch Angebote in anderen Räumlichkeiten anbieten

Mechthild Kreuser [00:21:15 – 00:21:46]

Genau, da gibt’s leider nicht so viel Möglichkeiten dann. Ja. Selbst in so großen Städten wie jetzt Köln oder so. Ja, aber gut, dass Du dann auch in Räume gehst, wo vielleicht man nicht das erwartet, dass es Yoga und Achtsamkeitsangebote gibt, aber Du sie dann dahin bringst in die Räume, weil das finde ich auch wichtig, weil natürlich kann man spezielle Studios haben, aber man kann eben auch dahin kommen, wo vielleicht schon die Personen sind, für die das Angebot dann hilfreich ist.

Bild von Yoga veränderen 

Lea [00:21:47 – 00:22:30]

Ja. Na ja und ich glaube, dieses diese Idee, die wir haben, wenn wir wenn wir von Yoga jetzt sprechen… Ich glaub, das erste was man im Kopf hat, ist eine Person, die sportliche Sachen anhat, mit ’ner Yogamatte die Schulter, die in ein wunderschönes Yogastudio mit hellen Raum, großen Fenstern, ich weiß nicht, was geht. Und das hat ja total seine Berechtigung. Das ist ja ist ja auch toll und das soll’s ja auch geben. 

Das bekannte Bild schreckt viele Personen ab

Kenne aber genügend Menschen und ich würd mich sogar auch mit dazu zählen, die das vielleicht auch manchmal ’n bisschen abschreckt, also dass es vielleicht Mhm. Fast schon zu perfekt ist und man sich vielleicht fehl am Platze fühlt. Und bin halt wirklich der festen Überzeugung davon, dass Yoga ja woanders stattfindet.

Lea [00:22:31 – 00:22:46]

Und das ist nice to have und das kann total wertvoll sein für eine Stimmung, die man kreiert, für eine Atmosphäre, das ist keine Frage. Aber grundsätzlich kann ich Yoga praktizieren zu Hause aufm Stuhl, im Bett, in der Bahn.

Mechthild Kreuser [00:22:46 – 00:22:46]

Mhm.

Yoga ist nicht nur die Asanas

Lea [00:22:47 – 00:22:58]

Wenn ich jetzt nicht davon ausgehe, dass ich eine Stunde oder 90 Minuten körperliche Asanas, also Haltungen praktiziere, sondern dass Yoga ganz, ganz viel anderes auch ist.

Mechthild Kreuser [00:22:59 – 00:22:59]

Mhm.

Lea [00:23:00 – 00:23:04]

Ja und dann kannst Du’s in jeder in in jeder Räumlichkeit im Prinzip machen.

Mechthild Kreuser [00:23:04 – 00:23:06]

Ja, da haben wir ja ähnliche Ansichten.

Lea [00:23:06 – 00:23:08]

Ja, definitiv.

Türen für andere Personen öffnen

Mechthild Kreuser [00:23:08 – 00:23:50]

Zum Glück. Ja, genau und dann das fand ich nämlich auch, also weil Du hast mir einerseits den Raum geöffnet, den Neptun Bad, aber Du also Du hast mich ja auch, weil wir haben ja auch quasi was zusammen geschaffen, ei’n neues Angebot dort an einem Ort, wo es vielleicht normalerweise nicht so inklusives oder zugängliches Yoga geht, weil das ja auch genauso ’n schön… Es ist ja ’n wirklich schöner Raum und das wollte ich auch noch mal ansprechen, dieses Türen für andere Leute öffnen, weil Du so die Zugänge hattest, die ich vielleicht jetzt auch nicht hatte als behinderte Person, die vielleicht das auch nicht weiß. Und das so gemeinsam irgendwie an neuen Themen zu arbeiten und Ja. Dinge auch zu… Möglich zu machen, die es so nicht gibt vorher, oder?

Lea [00:23:51 – 00:24:00]

Voll. Und ich mein, wir wurden, wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe, ja in Kontakt zusammengebracht über ’n Mattenhersteller, ne?

Mechthild Kreuser [00:24:00 – 00:24:26]

Genau, über… Von der Sophie von hej hej Matten, weil die hatte ich ja auch schon jetzt letztes Jahr im Interview. Genau, das war, weil ihr hattet ja dort die Matten von Hey Hey Matten. Genau. Und ich hatte ja die Yoga Videos mit denen gemacht, darüber waren wir in Kontakt gekommen. Genau. Und dann hat’s irgendwie, habt ihr euch darüber ausgetauscht, weil Du, glaube ich, auch auf… Noch mal geguckt hast, was es so für Angebote gibt, wie Du…

Mechthild Kreuser [00:24:26 – 00:24:27]

Was… Die Du dort hinbringen kannst.

Neue Angebote erstellen

Lea [00:24:27 – 00:25:24]

Genau, ich bin damals dort als Kurskoordinatorin tätig gewesen, bin’s jetzt auch für die Physiotherapiepraxis, bin sozusagen verantwortlich dafür, neue Kurskonzepte zu kreieren, anzubieten und zu gucken, für wen könnte denn was spannend sein? Genau. So sind wir damals in Kontakt gekommen und jetzt hab ich das zum einen im präventiven Bereich, also als Physiopraxis sind es vor allen Dingen Präventionskurse rund Frauengesundheit, aber eben auch ein offenes Kursformat, was eben, genau, mit Zehnerkarten oder anderen Anbietern buchbar ist. Da bin ich auch nach wie vor immer auf der Suche nach Möglichkeiten und Angeboten, die über, ich sag mal ganz liebevoll ausgedrückt, die klassische Yogakursbesucherin, also darüber hinaus auch noch Angebote zu schaffen. Ja, da sind wir ja auch schon indirekt wieder im Austausch.

Zusammenkommen in Räumen

Mechthild Kreuser [00:25:25 – 00:25:43]

Ja, mal gucken, was da dann noch wieder Neues kommt. Übrigens kommt immer passiert immer was Neues. Ja. Genau. Nee, aber das finde ich auch so, also so diese Netzwerk und Verbundenheit gehört ja auch, ist ja auch ’n Teil von Yoga. Ja. Dieses im zusammen zusammenzukommen in Räumen. Ja.

Mechthild Kreuser [00:25:43 – 00:25:55]

Eben natürlich einerseits ist es schön, zu Hause für sich mit Youtube Videos mache ich auch hier näher, Yoga zu machen. Mhm. Aber andererseits geht’s ja auch im Yoga die Gemeinschaft Futter. Und das zusammenzukommen. Ja, und In Ordnung.

In Präsenz sein

Lea [00:25:55 – 00:26:31]

Als Lehrerin, ich kenn beides, das Onlineunterrichten und das Unterrichten in Präsenz und das ist ja das entscheidende Wort. In Präsenz, also ich finde, im Yoga geht es ganz, ganz viel Präsenz. Sich selbst kicken über, aber eben auch zueinander. Beides… Ich bin froh, dass es beides gibt. Es hat beides eine Rechtfertigung. Wenn ich wählen müsste, würde ich immer unterrichten, in Präsenz in einem gemeinsamen Raum wählen. Ich glaube, weil Energie da noch mal ’n ganz wichtiges Thema ist, was noch mit reinfließt zusätzlich.

Die Energie der Gruppe spüren

Lea [00:26:31 – 00:27:21]

Jede Person bringt seine eigene Energie mit und es gibt immer eine Gruppendynamik und die kann jede Woche komplett anders aussehen und das finde ich, kann total großer Teil einer Yogapraxis sein und das wahrzunehmen, das anzusprechen, weil zu thematisieren auch. Dinge, die gesagt werden, in meinem Unterricht darf man sprechen, also das ist ’n Stück gewollt. Nicht nur am Anfang und am Ende, sondern auch währenddessen. Man darf genauso lachen und weinen und umfallen, wenn man in der Balanceposition ist. Also genau. Brauche ich hinaus, weil das ist natürlich was anderes, wenn man, ich bleib mal bei der Balanceübung, wenn man zusammen den Baum praktiziert, in welcher Form auch immer oder der den herabschauenden Hund oder was auch immer, dann dann kann dabei eine Energie entstehen im Raum, die vielleicht noch mal anders wahrzunehmen ist für jeden, als wenn er vom Bild die vielleicht noch mal anders wahrzunehmen ist für jeden, als wenn er vom Bildschirm sitzt, definitiv. Ja.

Im Raum anders anleiten 

Mechthild Kreuser [00:27:29 – 00:27:49]

Ja, und wir sehen ja auch, dass es dann vielleicht anderen Personen auch nicht so leicht fällt, weil wenn wir nur mit der Youtube Yogalehrerin, die dann die in Anführungszeichen perfekte Ausführung davon macht, Ja. Dann denken wir, ah, ich kann da nicht mithalten, aber wir merken, okay, andere brauchen, müssen sich auch mal an der Wand festhalten Ja. Oder am Stuhl. Definitiv. Mhm.

Gemeinsam lachen in der Stunde

Lea [00:27:49 – 00:28:31]

Oder wir ganz banal, so, ah ich liebe das, dieses Schulterrollen und in einem Seminar war 1 so, boahne, oh oh nee, das geht kaum so und dann haben halt alle gelacht, das sind so schöne kleine Momente, wo man denkt so, ja, oh ja, das ist das 1., was ich wahrnehmen kann, das das geht kaum. Da ist ja, Blockaden, ein Hindernis, eine Verspannung, wie schön, wenn man das benennen kann. Also… Ja. Ah, und da haben 10 Leute mit gelacht und gesagt, oh ja, merke ich auch. Das ist natürlich ’n Riesenunterschied. Das meine ich mit, man man darf reden, also so dieses das rauszuhauen, was vielleicht gerade raus muss.

Auch der Austausch in der Gruppe ist wichtig

Mechthild Kreuser [00:28:32 – 00:28:40]

Und auch so davor und dahinter her der Austausch unter den Teilnehmenden, dass man auch vielleicht sich über andere Themen noch Gold wert.

Lea [00:28:40 – 00:29:20]

Austauscht, ja. Gold wert, definitiv. Und wann hat man das schon? Also hab sone, ich sag mal ganz klassisch Stunde eineinhalb zusammen, wo man gemeinsam praktiziert und trotzdem die, also für sich praktiziert. Also es ist ja, es ist ja auch so viel innerliche Arbeit und die leistet man ja alleine sozusagen und trotzdem ist man aber nicht alleine oder? Also das ist ja eine wunderschöne wunderschöne Erfahrung, die eben son son Gruppenkurs auch ausmachen kann.

Die Katze als Special Guest

Mechthild Kreuser [00:29:20 – 00:29:22]

Jetzt son kleine Katze, kleine Katze.

Lea [00:29:22 – 00:29:25]

Und die neugierige Katze ins Mikrofon und die

Mechthild Kreuser [00:29:25 – 00:29:27]

Ich will auch im Podcast sein. 

Lea [00:29:30 – 00:29:33]

Ah, na gut. Aufgewacht und direkt einmal herspaziert.

Mechthild Kreuser [00:29:35 – 00:29:38]

Das seht ihr jetzt leider nicht, weil wir nur den Ton hatten.

Lea [00:29:38 – 00:29:39]

Ich glaub, man hat sie kurz gehört.

Mechthild Kreuser [00:29:42 – 00:29:43]

Jetzt ist sie am Mikrofon.

Lea [00:29:46 – 00:29:49]

Ja, ’n ganz Neugieriger, ne.

Die Katze ist auch in Verbindung

Mechthild Kreuser [00:29:49 – 00:29:50]

Auch in Verbindung?

Lea [00:29:50 – 00:30:00]

Auch in Verbindung. Fängt sie auch noch an zu schnurren. Also solltet ihr das hören, dann ist das die. Sagia, die lebt mit ihr hier zusammen.

Gibt es noch etwas zum Teilen? 

Mechthild Kreuser [00:30:03 – 00:30:16]

Genau. Okay. Genau, also von meinen Temen her hab ich jetzt eigentlich fast alles so gefragt. Ich frag immer noch mal, ob Du noch irgendwas hast, was ich jetzt noch nicht gefragt hab, was Du gern noch teilen möchtest? Nee,

Lea [00:30:16 – 00:30:39]

ich hab mich total gefreut über diesen Austausch, genau. Und bin ja bin glaub ich total dankbar über solche Begegnungen, über das Kontakthalten, was ja auch nicht selbstverständlich ist und freu mich, wenn das weiterhin so ist und genau. Nee, eigentlich hab ich glaub ich alles gesagt, was mir so wichtig war.

Leas Selbstfürsorge-Praxis

Mechthild Kreuser [00:30:39 – 00:30:50]

Genau, das ist schön, weil ich hab aber doch aber noch immer eine letzte Frage. Nämlich, was deine eigene Selbstfürsorgepraxis ist, was Du für dich machst, damit’s dir im Alltag gut geht.

Die Katzen sind ein Teil davon 

Lea [00:30:51 – 00:31:55]

Die Katzen sind großer Teil davon. Ich hab zwe davon und die sind seit Ende letztem Jahren eingezogen und das war ’n ganz, ganz langer Wunsch, weil die mich tatsächlich als Selbstfürsorge vielleicht etwas weit hergeholt, aber sie sind auf jeden Fall Teil von davon geworden, weil ich mir dadurch mehr gönne, kurze Pausen einzulegen, kurz zu schmusen mit denen. 

Massagen und Bewegung

Ich liebe Massagen, muss ich ehrlich sagen. Das ist etwas, was mir wahnsinnig viel Entspannung bringt und ganz klar Bewegung, in welcher Form auch immer. Es muss nicht immer Yoga sein tatsächlich. Bin jetzt kein Cardiofan, aber ich muss mich auch oft genug überwinden. Ich bin niemand, der ständig mit superguter Laune zum Sport rennt. Aber ich hab mir angewöhnt, das als festen Termin zu haben.

Lea [00:31:55 – 00:32:30]

Und wenn ich dann einmal da bin, dann kommt die gute Laune und die Motivation in 98 Prozent eigentlich immer. Und dann kann das Kraftsport sein, dann kann das Yoga sein, dann kann das Pilates sein, was auch immer. Und Natur. Muss ich aber ehrlich gestehen, war ich mal besser drin, das zu integrieren in meinen Alltag. Das Rausgehen zum wirklich Wandern und wirklich mal son ganzen Tag von morgens bis nachmittags mit Wandern zu verbringen, kommt viel zu kurz leider. Ja. Das wären wären, glaube ich, so die Highlights.

Abschluss der Folge 

Mechthild Kreuser [00:32:31 – 00:32:57]

Danke. Ja schön, das ist… Dein Katze ist immer noch im Bild, das ist schön. Da muss ich mich wieder konzentrieren auf den Abschluss. Ja, vielen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast, alles mit mir und uns zu teilen. Ist auf jeden Fall sehr spannend und viele Impulse auch und dann freue ich mich auf alles, was weiter passiert und kommt. Das teilen wir dann natürlich auch und dann noch einen schönen Tag dir. Vielen Dank.

Lea [00:32:57 – 00:33:00]

Wünsch ich dir auch und ja, noch mal danke dir. Danke.

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